Montag, 3. Juni 2013

Selber! zum zweiten

Am Wochenende habe ich zum ersten Mal Cupcake-Experimente durchgeführt. Ich habe in Backförmchen die Küchlein aus einem Rezept aus dem Tiptopf gebacken (ja, das originale Kochbuch, über dem ich damals in der Kochschule tausend Tränen der Verzweiflung, der Langeweile und des Frusts geweint habe. Such is life!). Ich nehm eigentlich fast immer das Rezept des Haus-Cakes, weil man den so gut abändern kann (Schoggi rein, Vanille raus, Zitrone rein, Mandeln drauf).

Die Glasur hatte ich dann aus dem Big Book of Cupcakes, wobei ich noch etwas Salz reingegeben habe (etwas Salz ist, meiner Meinung nach, immer eine gute Idee, und nein, davon weiche ich nicht ab, ihr Gesundheitsapostel. Salz forerver!).

Die Menge für einen Cake ergibt 20-25 Cupcakes, je nach Grösse. Allerdings hätte ich möglicherweise besser noch eine Muffinform um die Papierförmchen gegeben, dann wären sie vermutlich etwas gleichmässiger geworden:
Dann kommt das Ganze in den Ofen, den ich auf 18o Grad vorgeheizt habe. Nächstes Mal werd ich wohl etwas höher einsteigen, denn so musste ich die Dinger über 20 Minuten backen.

Laut dem schlauen buch soll man sie dann anständig abkühlen lassen, weil das beim Glasieren hilft. Ich habe für einmal gehorcht und es ist tatsächlich recht gut gegangen. Nur ist mir die rosa Glasur etwas zu dünn geworden, und überhaupt wars eher wenig Material (nicht genügend Druck auf der Tülle). Aber so fürs erste Mal... Ganz ok. Und essbar sind sie auch ;)

Sonntag, 2. Juni 2013

Selber!

Selber! Eins meiner ersten Worte, wenn man den Auskünften meiner Familie Glauben schenken darf. (Das darf man nur bedingt. Die gleichen Leute behaupten nämlich steif und fest, ich hätte beim Sagaland jeweils aus Frust mit den Tännli um mich geworfen. Lügenbarone!)

Aber, es ist tatsächlich so, dass ich auch heute noch ganz gerne Dinge selber mache. Hier zum Beispiel die Blümlein, die ich selber gezogen habe. Cosmea und Margeriten gehören zu meinen Lieblingsblumen (wobei die Liste meiner Lieblingsblumen etwa 100 Namen enthält und fortlaufend wächst, und alle,die nicht drauf sind, gleich meine zweitliebsten Blumen sind. Ich bin eigentlich recht ein zufriedenes Gemüt, wenn mans so betrachtet), und deshalb habe ich die auch angesät. Dazu noch Ringelblumen und und und. So sah das im März aus:


Am Freitag dann im Dauerregen folgende Überraschung:





Und ich hab hunderte! Sie stehen überall ums Haus verteilt. Wenn die jetzt dann alle ihre Köpfe auftun... Bavooooom! Farbenpracht! Sommer! (Ok, naja, so etwas wie Sommer immerhin.)
Überhaupt nimmt mans auf meinem Balkon recht locker mit dem Regen:

Donnerstag, 23. Mai 2013

Oh Baby

Freunde von mir haben kürzlich ihr drittes Kind bekommen. Ich wollte etwas selbermachen, aber Kleider sind schwierig, finde ich, gerade, wenn es das dritte gleichen Geschlechts ist: Da hat die Familie wohl schon alles oder weiss wenigstens unterdessen, was sie wirklich will. Und was nicht. Aber kleine Accessoires kann ein kleines Mädchen ja immer gebrauchen, deshalb habe ich ihr ein Stirnband genäht.

TaoTao führt vor (das Kind hat glaub weniger Haare und mehr Farbe):



Das Band ist sogar reversibel, und die Masche kann man entfernen (mehr zu meinen Bedenken hierzu weiter unten):




Und so hab ich das verbrochen:

Ich habe mir einen Kopfumfang gewählt (Kopfumfang Neugeborene ist so zwischen 33 und 37cm, hab ich herausgefunden). Ich habe etwas dazugegeben (für den Stoff), aber das Elastik so berechnet, dass das Stirnband schon mit 37cm sitzen würde. Aber so kann sie es ein paar Monate tragen.

Dann habe ich mir überlegt, wie viel Band sichtbar sein und wie viel unten am Hinterkopf entlanglaufen soll. Ich hab ein ungefähres Verhältnis von 2:1 gemacht.

Man schneide den sichtbaren Teil des Bandes zweimal zu, erst als Rechteck. Wenn man die Stoffstücke aufeinanderlegt und in Viertel faltet, kriegt man die Verjüngung zum Elastikband hin schön hin. Nahtzugaben einberechnen!

Dann: zwei Stoffbänder zuschneiden, mit denen wir nachher das Elastikband einfassen. Unbedingt an die Nahtzugaben denken: sowohl für die Längsnähte als auch für die kurzen Tunnelöffnungen.

Das Elastikband zuschneiden (das kam jetzt überraschend, nicht wahr). Länge: so, dass es entspannt/ ganz leicht gespannt dem minimalen Kopfumfang passt, den das Band bekleiden soll.

Nähen: Die beiden Seiten des breiten Bandes rechts auf rechts aufeinanderlegen und die Längsseiten nähen. Umstülpen, bügeln, je nach Wunsch rechts nochmal absteppen (kommt auch ein bisschen auf das Material an, einfach so, dass die Form möglichst erhalten bleibt).
Dann die anderen Stoffstreifen nähen und umstülpen. Das Elastikband einziehen und ein bisschen an den Tunnelöffnungen (nicht grad am Rand, etwa dort, wo die Nahtzugabe anfängt) feststeppen, ist nachher einfacher zum Verarbeiten.
Jetzt am breiten Band einen kleinen Einschlag in die Öffnung machen, also ein wenig Stoff (Nahtzugabe) nach innen falten, als Säumlein. Die Nahtzugaben der Tunnelöffnungen hineinstecken. Feststeppen. Auf der anderen Seite wiederholen.

Mäschli: Ja, die Sache mit der Masche. Ich finde, sie sieht halt sehr niedlich aus. Aber mit Sicherheitsnadel... Eigentlich hat ein Baby ja zu kurze Arme, um daran herumzufummeln, solange das Band auf dem Kopf ist. Aber eben, solange... Ich überlasse das jetzt mal den Eltern. Man kann die Masche prima weglassen, oder man kann sich auch für eine Seite des Haarbands entscheiden und sie dort mit ein paar Stichen fixieren. Genäht habe ich sie folgendermassen: Ich habe zwei Rechtecke rechts auf rechts genäht, mit einer Öffnung. Umgestülpt, die Seiten abgesteppt und dabei das Loch geschlossen. Dann einen Knoten in das Rechteck gemacht, und die Sicherheitsnadel befestigt. Voilà!


Weil ja nun die Mama auch ganz schön viel um die Ohren hat, gabs ein Lavendelsäckli für die Augen. (Für Papa und die stolzen Schwestern natürlich auch was. Hab ich aber nicht selbst gemacht, da keine eigene Kelterei (Papa) und keine Fabrik für fluoreszierende Klebesterne (Schwestern).)





Montag, 20. Mai 2013

Das Gleiche in Plüsch



So, wie versprochen hier jetzt noch das Regenjacken-Schnittmuster (bzw. das Onion-Schnittmuster, das ich fürs Regenmänteli zweckentfremdet habe) in einer plüschigeren Variante. Stoff ist der Bioteddy von Frau Tulpe.



Der unheimliche Mönch im Wald.
Komplett mit Augenringen

Eine kleine Pfingstradtour.
Natürlich mit Picknick

Der Kragen fällt dank
der Kapuze tiptop.
Wäre der Stoff allerdings einseitig bedruckt,
bräuchte es einen Belag.




Freitag, 17. Mai 2013

Raindrops keep falling on my head...

... but that doesn't mean my eyes will soon be turning red, crying's not for me, no....



Ihr kennt den Song. Und wie wahr! Es ist Frühling, fast Sommer, und es schifft und schifft und... Ich hab mir einen neuen Regenmantel genäht! Dann muss ich mich nicht mehr ärgern.

Habe dazu wieder das Schnittmuster von Onion (Nr 1032, siehe z.B. hier), das ich schonmal für ein Plüschjäckchen gebraucht habe, dessen Bild ich euch bis heute schuldig bin. Kommt noch, promise. Ist ein Raglanschnittmuster mit Abnähern, gedacht für einen Bindeverschluss, funktioniert aber auch mit Reissverschluss!



Wollte erst Bindebändel und Reissverschluss kombnieren.
Habe die Bändel dann entfernt. Hat nix gebracht.

Ein bisschen pröbeln musste ich wegen des Materials. Ich habe im Yamatuti Bern feinstes Baumwoll-Wachstuch gekauft, aber Wachstuch ist nicht ganz einfach zu nähen. Ich habe die äusseren Nähte, die man rechts näht, mit Seidenpapier zu decken versucht. Das hat zwar geholfen, doch krumm sind sie trotzdem. Irgendwann hats mir gereicht, ich trag das Ding jetzt so. Aber fürs nächste Mal habe ich den entscheidenden Tipp bekommen: Klebstreifen aufs Füsschen! Ist gut zu wissen, hab nämlich noch Unmengen von etwas mehr Wachstuch im Vorrat.


Ausgeschnitten wars schon längst...
 
Die linke Seite eines Baumwoll-
Wachstuchs ist kein Problem...
 
Aber die rechte, da brauchts
Tricks, wie Papier oder Tape.

 

Diese Pfingsten lautet die Devise wohl:
Abwarten und Tee trinken!